Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Karlsruher Oststadt sitzt ein 34-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen derzeit dem Verdacht einer schweren Brandstiftung nach.
Ein 34-jähriger Mann steht im Verdacht, am Donnerstagmittag (18. Juni 2026) einen Brand in einem von ihm bewohnten Zimmer eines Mehrfamilienhauses in der Tullastraße in Karlsruhe gelegt zu haben. Dies teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten Zeugen gegen 12.40 Uhr zunächst beobachtet, wie ein Mann in der Tullastraße einen Pflasterstein auf die Fahrbahn geworfen und dabei ein Fahrzeug beschädigt haben soll. Zudem soll er angekündigt haben, ein Haus anzuzünden.
Kurz darauf gingen bei Feuerwehr und Polizei Meldungen über einen Brand im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Tullastraße ein.
Bewohner konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden
Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich lediglich zwei Bewohner im Gebäude. Beide konnten unverletzt evakuiert werden. Nach Abschluss der Löscharbeiten war eine Rückkehr der Anwohner in ihre Wohnungen möglich.
Die vom Brand betroffene Wohnung ist nach aktuellem Stand jedoch nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen im mittleren fünfstelligen Eurobereich angesiedelt.
Festnahme kurz nach dem Brand
Im Rahmen der unmittelbar eingeleiteten Fahndung trafen Polizeikräfte unweit des Tatorts auf einen 34-jährigen Tatverdächtigen und nahmen ihn vorläufig fest.
Am Freitag wurde der Beschuldigte einem Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde Haftbefehl erlassen und die Untersuchungshaft angeordnet.
Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Die weiteren Hintergründe der Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.