Ein Brand in einer Einzelzelle der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe hat in der Nacht zum Samstag einen Insassen lebensgefährlich verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.
In der Justizvollzugsanstalt Karlsruhe ist es in der Nacht auf Samstag, 14. Juni 2026, zu einem Brand gekommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe wurde dabei ein Häftling lebensgefährlich verletzt.
Gegen 23:20 Uhr wurden Mitarbeiter der Haftanstalt durch die Brandmeldeanlage auf das Feuer aufmerksam. Nach bisherigen Erkenntnissen brach der Brand in einer Einzelzelle aus.
Die alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer nach dem Öffnen der Zellentür schnell unter Kontrolle bringen und löschen. Dadurch wurde verhindert, dass die Flammen auf weitere Bereiche des Gebäudes übergriffen. Eine Evakuierung der Justizvollzugsanstalt war nach Angaben der Einsatzkräfte nicht erforderlich.
Der Insasse der betroffenen Zelle erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung
Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf rund 10.000 Euro geschätzt.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. Nach bisherigem Stand richtet sich der Tatverdacht gegen den Insassen der betroffenen Zelle. Für den Mann gilt bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung die Unschuldsvermutung.
Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und zur Brandursache dauern an.