Karlsruhe: Telefonbetrüger erbeuten fast 18.000 Euro – Polizei warnt vor Enkeltrick
Mit einer perfiden Betrugsmasche haben unbekannte Täter eine 67-jährige Frau in Karlsruhe um eine hohe Geldsumme gebracht. Die Polizei ermittelt und warnt erneut vor sogenannten Enkeltrick-Betrügern.
Am Dienstagnachmittag (10. März 2026) wurde eine 67-jährige Frau in Karlsruhe Opfer eines Telefonbetrugs. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe kontaktierten bislang unbekannte Täter die Seniorin gegen 16:00 Uhr telefonisch.
Eine Frau gab sich zunächst als Enkelin der Geschädigten aus und behauptete, sie habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Inhaftierung zu verhindern, müsse dringend eine Kaution hinterlegt werden.
Im weiteren Verlauf übernahm eine zweite Frau das Gespräch und gab sich fälschlicherweise als Polizeibeamtin aus. Sie setzte die Seniorin unter Druck und erklärte, das Geld müsse schnell an einen Abholer übergeben werden.
Übergabe des Bargelds an der Haustür
Gegen 18:00 Uhr erschien schließlich ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift der Frau in der Agathenstraße. Dort übergab die 67-Jährige dem Täter knapp 18.000 Euro Bargeld.
Erst später bemerkte die Geschädigte den Betrug. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Zeuginnen und Zeugen, die im Bereich der Agathenstraße in Karlsruhe verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Abholer geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0721 / 666 5555 zu melden.
• Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach schnellen Entscheidungen oder der Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder persönlichen Daten.
• Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie im Zweifel sofort auf.
• Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und schildern Sie den Sachverhalt.
• Sprechen Sie am Telefon nicht über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.
• Besprechen Sie verdächtige Anrufe mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen.
• Bringen Sie jeden Betrugsversuch zur Anzeige.
Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe, Pressemitteilung vom 11.03.2026, 09:51 Uhr.