Karlsruhe: Großangelegter Polizeieinsatz gegen organisierten Rauschgifthandel

Karlsruhe: Großangelegter Polizeieinsatz gegen organisierten Rauschgifthandel

Karlsruhe: Großangelegter Polizeieinsatz gegen organisierten Rauschgifthandel

Bei einem länderübergreifenden Einsatz durchsuchte die Polizei zahlreiche Objekte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen und vollstreckte mehrere Haftbefehle.

Wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Karlsruhe gemeinsam mitteilen, wurden nach intensiven Vorermittlungen am Mittwoch und Donnerstag zahlreiche Objekte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen von Polizeikräften durchsucht. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag im Raum Karlsruhe.

Im Rahmen der Durchsuchungen konnten mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Zudem stellten die Ermittler Bargeld, Schmuck und Luxusbekleidung im Wert von weit über 100.000 Euro sicher. Neben umfangreichen Beweismitteln wurden etwa ein Kilogramm Heroin sowie mehrere scharfe Schusswaffen und Munition aufgefunden.

Hintergrund der bundeslandübergreifenden Polizeiaktion ist ein komplexes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Gegenstand der Ermittlungen ist unter anderem der Verdacht des organisierten Handels mit Heroin und Kokain in nicht geringen Mengen. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Betäubungsmittel aus dem benachbarten Ausland in das Bundesgebiet eingeschmuggelt worden sein.

Durchsuchungen an mehreren Orten

Mit zuvor beim Amtsgericht Karlsruhe erwirkten richterlichen Beschlüssen durchsuchten Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Karlsruhe, Offenburg, Konstanz, Düsseldorf sowie des Polizeipräsidiums Einsatz insgesamt 20 Wohnungen in Karlsruhe, Offenburg, Kehl, Trossingen und im nordrhein-westfälischen Jüchen.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden konnten bislang fünf beschuldigte Personen festgenommen werden. Dabei handelt es sich um vier Männer und eine Frau, die sich inzwischen in Untersuchungshaft befinden. Als mutmaßlicher Kopf der Tätergruppierung gilt ein 53-jähriger Mann, der bereits in der jüngeren Vergangenheit wegen Heroinhandels inhaftiert war.

Die Ermittlungen dauern an. Sichergestellte Beweismittel werden derzeit noch ausgewertet.